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Supervision

Personen, die in Formen der professionalierten Beziehungsarbeit ihren Arbeitsschwerpunkt gefunden haben, so Therapeuten, Sozialarbeiter, aber auch Pflegende und dergleichen, empfiehlt es sich regelmäßig und in Zeiten erhöhter Belastung diese Arbeitszusammenhänge und für sie relevanten Beziehungen mit Hilfe eines Supervisors zu reflektieren.

Zentral für den Einstieg ist hier die Klärung der Auftragslage, damit mit dem Klienten keine Anliegen bearbeitet werden, die für ihn derzeit nicht die höchste Relevanz besitzen. Der Supervisor unterstützt hier nur durch gezieltes Nachfragen, bis ein für den Klienten akzeptabler Auftrag vorliegt und ebenso etwaige fachliche Fragen geklärt sind.

Der psychodramageschulte Supervisor stellt hierbei, in Absprache mit dem Klienten, spezielle Reflexionsräume zur Verfügung, in denen mittels Diskurs und Symbolarbeit im szenischen Raum vergangene und gegenwärtige Beziehungskonstellationen erforscht und auf zukünftige hin erprobt werden können. Diskurs, Symbol und szenische Arbeit fördern den Zugang auf allen Ebenen,so dass weder Imagination und Emotion, noch intellektuelle Reflexion jeweils vernachlässigt werden, sondern auf ihre gegenseitige Ergänzung hin Anwendung finden. Im Zuge dieses szenischen Experimentes dient der Supervisor als unterstützender Regisseur, um dem Klienten körperliches und emotionales Durchdringen vorhandener Handlungsengen zu ermöglichen und Handlungsalternativen aus dem Prozess heraus zu eröffnen.

Das Fühlen der Richtigkeit dieser neuen Möglichkeiten stellt hier das Kriterium dar, dass nicht der Supervisor für diesen, sondern der Klient selbst aus sich für sich richtige Handlungsspielräume erschlossen hat. Diese können am Ende einer Supervisionseinheit von Klienten im Zuge eines Abschlussgespräches natürlich verbalisiert werden, der Supervisor geht mit ihm einen Metalog über Ereignisse, wie Errungenschaften der Sitzung ein. Spontanität und Kreativität werden so zu neuen Kräften geführt und ermöglichen langfristig spontane Adaption an neue Anforderungen. Diese Phänomene haben selbstverständlich, da der Klient von Natur aus in sozialen Beziehungen und Rollen, wie auch aus diesen heraus, existiert, positive Auswirkungen auf die gesamte Organisationskultur.